Packshot ist der Fachbegriff für das Foto, das auf jeder Produktseite an erster Stelle steht: das Produkt allein, gleichmäßig ausgeleuchtet und vor einem einfarbigen Hintergrund. Studios berechnen es pro Foto, Marktplätze verlangen als Hauptbild eine sehr ähnliche Aufnahme, und als Verkäufer können Sie einen Packshot mit dem Handy oder einem KI-Tool erstellen.
Dieser Ratgeber erklärt, was ein Packshot ist, welche Arten es gibt, welche Preise Studios dafür angeben, wie Sie selbst einen erstellen und wie Sie aus einem einzelnen sauberen Produktfoto einen Packshot machen.
Was ist ein Packshot?
Ein Packshot ist ein sauberes, gleichmäßig ausgeleuchtetes Foto eines einzelnen Produkts vor einem einfarbigen, meist weißen Hintergrund. Es zeigt den Artikel auf einer Produktseite oder in einem Katalog. Der Begriff stammt aus der Werbung, wo ein Packshot die Aufnahme eines Produkts und seiner Verpackung bezeichnet (Wikipedia, Cambridge Dictionary); im Onlinehandel hat er sich als Bezeichnung für das standardmäßige Produktfoto etabliert. Studios berechnen den Preis pro Foto, Sie können einen Packshot zu Hause aufnehmen, und ein KI-Tool wie Photta kann ihn aus einem einzelnen sauberen Produktfoto erstellen.
Erstellen Sie mit Photta (photta.app) aus einem Foto einen Packshot. Testen Sie Photta kostenlos: Laden Sie ein Foto Ihres Produkts hoch und wählen Sie die Studioaufnahme auf weißem Hintergrund. Ein Produktfoto kostet in einem monatlichen Tarif etwa 0,22 € bis 0,43 € (geprüft am 31. Oktober 2026; die Preisseite zeigt die Tarife in Ihrer Währung).

Packshot, Lifestyle-Foto und Model-Foto
Drei Arten von Fotos erfüllen auf einer Produktseite unterschiedliche Aufgaben. Der Packshot zeigt, was Kunden kaufen; die anderen beiden zeigen, wie es ist, das Produkt zu besitzen oder zu tragen.
| Foto | Was es zeigt | Hintergrund | Geeignet für |
|---|---|---|---|
| Packshot | Das Produkt allein, gleichmäßig ausgeleuchtet | Einfarbig, meist weiß | Hauptbild, Katalog, Produktvergleich |
| Lifestyle-Foto | Das Produkt in einer realen oder inszenierten Umgebung | Die Umgebung selbst | Galerie, Anzeigen, Social-Media-Beiträge |
| Model-Foto | Das Produkt wird von einer Person getragen oder gehalten | Studio oder Umgebung | Kleidung, Schmuck, Darstellung der Größe |
Beginnen Sie mit dem Packshot und ergänzen Sie danach die anderen Fotos. Wann sich welche Aufnahme eignet, erfahren Sie unter Freisteller oder Lifestyle-Produktfoto.

Welche Arten von Packshots gibt es?
- Weißer Hintergrund. Der Standard auf Marktplätzen: das Produkt vor Weiß, mit oder ohne weichen Schatten darunter, damit es nicht schwebend wirkt.
- Freisteller. Das Produkt wird vom Hintergrund getrennt und mit transparentem oder einfarbig weißem Hintergrund gespeichert, sodass sich eine Datei für ein Layout, einen Banner oder ein Angebot verwenden lässt. Diesen Schritt übernimmt ein Hintergrundentferner.
- Mehrere Perspektiven. Vorderseite, Rückseite, Seiten und Detailaufnahme, bei jedem Produkt aus demselben Abstand und in derselben Größe fotografiert, damit der Katalog einheitlich aussieht.
- Ghost Mannequin. Kleidung wird gezeigt, als würde sie getragen. Die Schaufensterpuppe wird aus dem Bild entfernt, sodass die Form des Kleidungsstücks deutlich wird. Ein Ghost-Mannequin-Foto lässt sich aus einem Foto des Kleidungsstücks auf einer Schaufensterpuppe oder flach liegend erstellen.
- 360°-Drehansicht. Eine Reihe von Aufnahmen wird auf einem Drehteller fotografiert und zu einer drehbaren Ansicht zusammengesetzt. Das ist in der Regel eine Studioleistung; die anderen vier Arten können Sie selbst erstellen.

Was kostet ein Packshot?
Laut den Preislisten von vier Studios in Deutschland, geprüft am 31. Oktober 2026, kostet ein Packshot auf Weiß zwischen 3,30 € pro Foto bei 1.000 Produkten oder mehr (Scanmotion) und 15 € pro Foto zuzüglich einer Einrichtungsgebühr bei einer kleinen Bestellung (produktfoto-service.de), jeweils zzgl. MwSt.; Szenen, Modelle und Arbeiten vor Ort kosten mehr und werden häufig nach Stunden abgerechnet.
Zum Vergleich: Die Monatstarife von Photta reichen von 13 € für 30 Produktfotos pro Monat bis 219 € für 1.000 Produktfotos. Das entspricht etwa 0,22 € bis 0,43 € pro Foto (geprüft am 31. Oktober 2026, Preisseite). Photta geht von einem sauberen Foto des Produkts aus, das Sie selbst aufnehmen; ein Studio fotografiert das Produkt für Sie. Es handelt sich also nicht um dieselbe Leistung.
Eine Preisliste ist ein Ausgangspunkt: Mindestbestellmengen, Einrichtungsgebühren, die Anzahl der Perspektiven, Retusche und Produktgröße finden Sie auf der jeweiligen Studioseite. Der Preis sinkt mit der Anzahl der Produkte und steigt bei spiegelnden, transparenten oder großen Produkten. Die vollständige Liste für 19 Länder in der jeweiligen Landeswährung finden Sie unter Kosten für Produktfotografie.
So erstellen Sie einen Packshot selbst
- Licht. Stellen Sie das Produkt neben ein Fenster mit weichem, seitlich einfallendem Tageslicht oder verwenden Sie zwei Lampen mit derselben Farbtemperatur. Schalten Sie die Raumbeleuchtung aus, damit nur eine Lichtfarbe vorhanden ist.
- Hintergrund. Biegen Sie einen Bogen weißes Papier oder eine Schaumstoffplatte vom Tisch an einer Wand nach oben, sodass hinter dem Produkt keine Kante zu sehen ist. Stellen Sie das Produkt mit ausreichend Abstand vor die Biegung.
- Kamera. Befestigen Sie das Handy oder die Kamera auf Produkthöhe an einem Stativ, verwenden Sie das Hauptobjektiv statt des Ultraweitwinkelobjektivs und halten Sie bei jedem Produkt denselben Abstand ein.
- Aufnahmen. Fotografieren Sie jedes Produkt aus denselben Perspektiven: von vorne, von hinten, von beiden Seiten und mit einer Detailaufnahme.
- Bearbeitung. Richten Sie die Fotos gerade aus, schneiden Sie sie auf dieselbe Größe zu, stellen Sie den Weißabgleich ein und bereinigen Sie den Hintergrund. Stellen Sie das Produkt frei, wenn Sie eine transparente Datei benötigen.
- Export. Speichern Sie die Bilder in der vom Marktplatz verlangten Größe. Die Größen und Hintergrundregeln für neun Marktplätze finden Sie unter Produktbildgrößen und Richtlinien nach Marktplatz.
Den vollständigen Aufbau und die wichtigen Handyeinstellungen finden Sie unter Produktfotos zu Hause mit dem Handy machen.
So erstellen Sie einen Packshot mit KI
Wenn Sie kein Set aufbauen möchten, kann ein KI-Tool den Packshot für Sie erstellen. Bei Photta laden Sie ein sauberes, scharfes und farbgetreues Foto des Produkts hoch. Daraus erstellt das Tool den Packshot als Studioaufnahme vor weißem Hintergrund und bei Kleidung und Schmuck auch Model-Fotos, wobei das Produkt möglichst unverändert dargestellt wird. Beginnen können Sie auf der Seite für Produktfotos mit weißem Hintergrund. Sie können es kostenlos mit einem Foto Ihres eigenen Produkts ausprobieren; die Tarife finden Sie auf der Preisseite.

Prüfen Sie vor der Veröffentlichung zwei Dinge. Vergleichen Sie jedes Bild in voller Größe mit dem Produkt, denn ein KI-Bild, das eine Farbe, einen Aufdruck oder eine Form verändert, ist für einen Katalog nicht geeignet. Seien Sie bei spiegelnden und transparenten Produkten besonders sorgfältig: Lesen Sie dazu KI-Produktfotografie für spiegelnde Produkte und für transparente Produkte. Fotos, die vor Ihrem ersten Kauf erstellt werden, tragen ein kleines Photta-Wasserzeichen, das Marktplätze wie eBay, Walmart, Google und Meta nicht akzeptieren. Mit Ihrem ersten Kauf wird es auch von diesen Fotos entfernt.
Beginnen Sie mit einem Produkt. Erstellen Sie ein kostenloses Photta-Konto, laden Sie das Foto hoch, wählen Sie die Studioaufnahme auf weißem Hintergrund und vergleichen Sie das Ergebnis in voller Größe mit Ihrem Produkt.
Häufig gestellte Fragen
Ist ein Packshot dasselbe wie ein Produktfoto?
Nicht ganz. Ein Packshot ist eine Art von Produktfoto: Das Produkt wird allein, gleichmäßig ausgeleuchtet und vor einem einfarbigen Hintergrund gezeigt, damit es gut zu erkennen und mit anderen Produkten zu vergleichen ist. Lifestyle-Fotos und Model-Fotos sind ebenfalls Produktfotos, zeigen das Produkt aber in Verwendung.
Muss ein Packshot einen weißen Hintergrund haben?
Nein. Weiß ist am häufigsten, weil Marktplätze es für das Hauptbild verlangen. Amazon und Walmart fordern beispielsweise reines Weiß. Ein Packshot kann aber auch vor Hellgrau oder einer anderen einfarbigen Fläche aufgenommen oder mit transparentem Hintergrund freigestellt werden, sodass er sich auf jeder Seite platzieren lässt. Prüfen Sie vor der Aufnahme die Vorgaben des jeweiligen Marktplatzes: Die Regeln für neun Marktplätze finden Sie an einem Ort.
Wie viel kostet ein Packshot?
Studios geben Preise für Packshots pro Foto, pro Perspektive oder pro Tag an. Der Preis hängt vom Produkt, der Anzahl der Perspektiven, der Retusche und dem Umfang des Auftrags ab. Die Preislisten für 19 Länder, die wir am 31. Oktober 2026 eingesehen haben, finden Sie in unserem Preisleitfaden, jeweils mit Link und Datum.
Kann man einen Packshot mit dem Handy aufnehmen?
Ja, bei den meisten Produkten. Ein Handy auf einem Stativ, ein Bogen weißes Papier und weiches Licht von einem Fenster reichen für einen sauberen Packshot einer Tasse, einer Tasche oder eines Paars Schuhe aus. Sehr kleine, stark glänzende oder transparente Produkte sind schwieriger. Die Anleitung für Produktfotos mit dem Handy zeigt den Aufbau.
Kann KI einen Packshot erstellen?
Ja, aus einem einzelnen sauberen Produktfoto. Photta erstellt daraus die Studioaufnahme vor Weiß und bei Kleidung und Schmuck auch Model-Fotos. Vergleichen Sie vor der Veröffentlichung jedes Bild in voller Größe mit dem Produkt und seien Sie bei spiegelnden und transparenten Produkten besonders sorgfältig.
